19.11.2025

News aus Sarajevo

Zwei Studierende der PIO machen ihr 6-Wochen-Praktikum in Sarajevo in Bosnien Herzegowina.

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Ein kurzer Bericht über das Sechs-Wochen-Praktikum im Ausland

Bereits zum dritten Mal ermöglichen wir unseren Studierenden ihr sechswöchiges Praktikum im Ausland zu machen. Zur Wahl stehen die Länder: Indien (Bangalore), Philippinen (Alaminos) und Bosnien-Herzegowina (Sarajevo). Diese Praktikumsstellen werden in Kooperation mit dem Referat für Weltkirche (Bistum Limburg) und dem Gründerorden der Marienschule (Dernbacher Schwestern) organisiert. Finanziert werden Flug und Auslandsaufenthalt über das Förderprogramm des Bundesministeriums „Ausbildung Weltweit“.

Welches Ziel hat ein Auslandspraktikum während der eigenen Berufsausbildung? Während ihrer Ausbildung und im späteren sozialpädagogischen Berufsfeld kommen die angehenden Fachkräfte mit vielen Menschen in Kontakt, die Migrations- oder Fluchterfahrung haben. Wie erlebe ich eine Umgebung, in der ich die Sprache nicht verstehe, in der mir die Kultur und Religion fremd sind, in der ich auf die Hilfsbereitschaft mir fremder Menschen angewiesen bin? Diese Erfahrung machen die Studierenden in dem begrenzten Zeitraum von sechs Wochen und erwerben dadurch eine höhere Sensibilität, Empathiefähigkeit und ein Verständnis im Dialog mit Menschen aus anderen Kulturen. Zudem findet viel Reflexion und Erkenntnis über die Werte und Standards in unserer Gesellschaft statt, sowie ein tieferes Verständnis über den Zusammenhang von gesellschaftlichen Werten und pädagogischen Prinzipien: Partizipation, Demokratie, Ko-Konstruktion – in unserem pädagogischen Umfeld ein Standard und Qualitätsmerkmal – in vielen anderen Ländern nicht. Die Andersartigkeit nicht zu verurteilen, sondern auszuhalten und – im kulturellen und geschichtlichen Kontext verstehen zu lernen, sind weitere Ziele unseres Praktikums.

Am 03.11. sind vier Studierende der PiO, FO und HPO auf die Philippinen und zwei Studierende der PiO nach Bosnien-Herzegowina aufgebrochen. Alle sind gut angekommen und haben bereits vielfältige Erfahrungen in den Ländern und pädagogischen Praxisstellen gemacht.

Hier ein erster Zwischenbericht der Studierenden aus Sarajevo:

„Im Rahmen unseres Auslandspraktikums hatten wir die Möglichkeit, drei sehr unterschiedliche Arbeitsbereiche in Sarajevo kennenzulernen: den Caritas-Kindergarten, den Verein OAZA für Menschen mit Behinderung sowie einen Workshop im Jugendzentrum mit Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren. Sehr schnell haben wir gemerkt, dass die pädagogische Arbeit hier anders ist als in Deutschland. In unserer Heimat wird viel kindorientierter und partizipativer mit Kindern gearbeitet. In Sarajevo erleben wir eine andere Kultur und eine andere Haltung, was uns bewusstgemacht hat, wie gut wir es zu Hause in vielen Bereichen haben. Trotzdem wurden wir von den kleinen Kindern sofort akzeptiert und herzlich aufgenommen, was für uns ein besonders schöner Moment war. Besonders schön war auch der Austausch mit vier weiteren deutschen Freiwilligen, die ebenfalls hier arbeiten. Der Kontakt zu ihnen hat uns sehr geholfen, weil wir uns sehr gut verstanden haben und unsere Erfahrungen teilen konnten“.

Melissa und Kerstin aus der PiO

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